
Vielfalt & was mich in der Arbeit mit der Echo-Methode berührt
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Die Echo-Methode geht davon aus, dass 70 % aller Themen, die uns blockieren, im Kern nicht unsere sind. Als ich mir dessen vor etwa eineinhalb Jahren bewusst wurde, hat mein Körper begonnen aufzuatmen und auf einer tiefen Ebene zu entspannen. Diese Annahme hat meine Perspektive auf meine Arbeit komplett verändert. Denn wenn es nicht unsere Themen sind, die uns blockieren, dann tragen wir auch keine Schuld, wenn wir sie bis jetzt nicht lösen konnten. Dann liegt es nicht an uns, dass wir zu wenig getan haben, oder es zu wenig wollten, um etwas in unserem Leben zu verändern. Ein Aha-Moment, der mich berührte.
Was mich in der Arbeit mit der Echo-Methode immer wieder berührt, ist, wie tief sie auf verschiedenen Ebenen transformiert. Ich erlebe, wie viel sich bei dem Menschen bewegt, der bereit ist, seine Themen anzuschauen. Und auch wie sich die Auswirkungen der Arbeit immer auch im eigenen Familien- und Beziehungssystem zeigen. Der Umgang miteinander wird zum Beispiel weicher und wärmer. Spannungen können plötzlich nachlassen, Ängste sich lösen. Sich abzugrenzen wird möglich, Entscheidungen können gefällt werden, neue Räume öffnen sich für das eigene Sein. Nicht immer sofort, manchmal braucht es etwas Zeit oder auch mehrere Sessions. Doch es bewegt sich immer etwas. Mehr wie wir erahnen können.
Mit jedem Thema, das wir transformieren, kommt neue kraftvolle Energie in unsere Ahnenlinie zurück, die uns als Unterstützung zur Verfügung steht. Sich damit zu verbinden, berührt und bewegt mich jedes Mal von Neuem. Mit der Vielfalt der eigenen Linien in Berührung zu kommen, kann uns Geborgenheit schenken oder auch einfach die Erkenntnis, was alles für wunderbare Menschen vor uns schon da waren. Lassen wir diese Vielfalt zu und verbinden uns mit unseren Wurzeln, von denen wir abstammen, erleben wir wie diese uns unterstützen und tragen.
Diese Verbundenheit mit unseren Linien zeigt sich auch sichtbar in unserem Körper. Unser Aussehen, Nasenform, Augenfarbe, Haare, Körperbau und vieles mehr, ist eine einzigartige Mischung all der Menschen, die vor uns da waren. Das Lächeln erinnert an die Mutter. Die Art zu gehen, erinnert an den Grossvater. Die Augen erinnern an eine Urgrossmutter. Unsere DNA ist eine Spur dieser Verbundenheit. Sie trägt Informationen über unsere Herkunft, unsere Vielfalt und unsere Möglichkeiten in sich. Gleichzeitig sind wir mehr als unser Erbe. Wir sind die Summe von all denen, die vor uns gelebt haben. Nicht als starre Wiederholung, sondern als lebendige Weiterentwicklung.
Besonders berührt bin ich, wenn eine Person das erste Mal eine Echo-Session erlebt und wir die friedvollen Ahn:innen in den Raum einladen. Dieser Moment, wenn sie zu uns kommen und sich das erste Mal um die Person versammeln, verändert spürbar die Atmosphäre. Die Person ist oft tief bewegt, dass sie ihre Ahn:innen überhaupt wahrnehmen kann. Mit dem Aussprechen der Einladung wird es stiller. Eine tiefe, warme Ruhe breitet sich aus. Manche können sie körperlich fühlen, manche wissen einfach: Jetzt sind sie da. Andere nehmen eine konkrete Person wahr, die sie noch kannten, zum Beispiel eine Großmutter oder einen Onkel. Wieder andere spüren nur einen feinen Hauch von etwas. Und manche erleben gar nichts Konkretes. Auch das ist in Ordnung. Doch immer entsteht ein leiser, magischer Moment der Stille, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sich berühren.
Die Vielfalt des Einsatzes der Echo-Methode fasziniert mich. Sie umfasst nicht nur die vier Bereiche Inneres Kind, Erwachsenenalter, Ahnenlinie und Kollektives Feld, in denen wir uns mit der Echo-Methode hauptsächlich bewegen. Sie fließt auch in meine herkömmliche Coaching-Arbeit ein. Echo ist für mich mehr als nur eine Methode. Echo ist eine Haltung, die meine Wahrnehmung erweitert und verändert hat. Mit wem auch immer ich arbeite, mit Führungsmenschen, Privatpersonen, Jugendlichen oder Kindern: Die Methode hilft Themen schnell und präzise zu erkennen und nachhaltig zu transformieren. Auch in meinen Teamcoachings wirkt sie mit. Je nach Kontext arbeite ich mit einzelnen Elementen oder sie wirkt einfach leise und kraftvoll im Hintergrund und hält gemeinsam mit mir den Raum.
Was mich an der Echo-Methode so berührt, ist dies: Sie macht sichtbar, hörbar und fühlbar, was wir mit uns tragen. Sie lädt uns ein, unseren Wurzeln zu begegnen, aus ihnen Kraft zu schöpfen und unseren eigenen Weg bewusster, freier und vielfältiger zu gehen. Und diese Arbeit wirkt nicht nur für den Menschen selbst, denn eine neue Kraft fliesst durch die ganze Linie bis in die Gegenwart und weiter in die Zukunft. Und das hat immer auch Einfluss auf das kollektive Feld.
Herzlich
Susanne